Junioren-WM: Svenjas bulgarisches Abenteuer endet mit Platz 4!

Eisern durchgehalten – und dann doch die ungeliebte „Holzmedaille“

Svenja Leemhuis und Meike Dütsch

Svenja Leemhuis und Meike Dütsch

Was für ein Auf und Ab für Svenja Leemhuis! In dieser Saison wurde alles geboten. Im Frühjahr in Brandenburg schien ihr zweites und letztes Jahr bei den 17/18jährigen Junioren bereits beendet: Svenjas letztjährige Partnerin Karolina Farr aus Karlsruhe, mit der sie in diesem Jahr noch einmal richtig durchstarten wollte, bekam kurz darauf die vernichtende Diagnose: doppelter Bandscheibenvorfall. Und dann ging alles so schnell.

Meike Dütsch aus Rastatt sprang ein, da sie in Brandenburg ebenfalls ohne Partnerin dastand. Nur eine Regatta hatten die beiden (Köln) bevor schon die alles entscheidenden Ranglistenrennen in Hamburg anstanden. Dort kam es dann zum Paukenschlag – der neue Zweier siegte im nationalen Vergleich. Und auch auf den Jugendmeisterschaften setzte sich der Zweier in einem spektakulären Wind und Wellen Rennen durch.

Svenja Leemhuis wusste, was dann auf sie zukam: mehrere Wochen Berlin-Grünau mit Hunderten von Kilometern, um den Feinschliff für die im bulgarischen Plovdiv stattfindenden Weltmeisterschaften zu erhalten. Dort lief es erst einmal überhaupt nicht wie gewünscht, denn gleich bei den ersten Tests im Grundlagenausdauerbereich erschien der Zweier nicht flott genug. Das machte die Aufgabe für die zwei Ruderinnen nicht gerade einfacher, denn so stand man gleich unter Beobachtung. Erst gegen Ende der Vorbereitung konnten die beiden im Zweier zeigen, was sie konnten. Bei den wettkampfspezifischen Tests konnte man sich wieder besser in Szene setzen. Trotzdem galt bei den Juniorinenn im Riemenbereich der Vierer ohne Steuerfrau als klarer Medaillenaspirant und auch den Achter der Juniorinnen sah man relativ sicher auf einem Podestplatz. Doch es sollte anders kommen.

Der Vierer kam lediglich auf Platz 6, und auch der Juniorinnen-Achter musste drei Boote passieren lassen und verpasste die Medaille. Svenja und Meike steigerten sich dagegen in den Vorentscheidungen von Rennen zu Rennen. Und so kam es, dass der zuvor weniger hoch eingeschätzte Zweier im Finale einen viel beachteten vierten Platz hinter Titelverteidiger Italien, USA und Griechenland einfahren konnte.

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