Sommerfest 2011

„Shoot out“ auf dem Kanal – „High Pressure Rowers“ machen Dampf!20110702stn390

Bei den Bergsteigern heißt es: „Der Berg ruft“ – bei der Rudergesellschaft heißt es einmal im Jahr: „Der Kanal ruft!“ Und auch dieses Jahr kamen sie wieder – die Freizeitmannschaften, die im Seitenkanal des Neckars, vor den Toren der Stuttgarter Rudergesellschaft, den Kanalmeister ermittelten.

Auf der 250m-Strecke zwischen Bootssteg und Daimler-Parkhaus duellierten sich im K.O.- System die Achtermannschaften in zwei Barken gegeneinander. Die bis zu fünf Rennen, welche die Finalisten zu bestreiten hatten, um endlich den Pokal ihr eigen nenne zu dürfen, gingen ziemlich an die Substanz.

Klangvolle Namen hatten sich die Teams gegeben: Von „Excelsis“ – also den Erhabenen, die sich immerhin bis zum vierten Platz erhoben – über „Charybdis“, dem Seeungeheuer aus der Mythologie, bis zu den „Landesbarkern“.

Der Modus war wie die Jahre vorher: Nach den Auftaktpaarungen im ersten Lauf durften die Sieger des ersten Durchgangs jeweils gegen einen Verlierer antreten. Aber da konnte man schon mal eine böse Überraschung erleben, denn es gab auch schnelle Verlierer, die dann im zweiten Lauf einen Gewinner der ersten Runde bezwangen und direkt ins Viertelfinale einzogen. Alle Verlierer des zweiten Durchgangs mussten dann auf das Los hoffen, das nochmals drei im zweiten Lauf unterlegene Mannschaften ins Viertelfinale brachte.

Nach den diversen, teilweise hauchdünnen Vorentscheidungen standen sich im kleinen Finale die Mannschaft „RowIng“– also die rudernden Ingenieure des Energieriesen EnBW – und die schon genannten „Erhabenen“ von Excelsis gegenüber. Der Riese holte die Erhabenen auf den Boden der Tatsachen und konnte sich gemäß seines auf den Trikots verewigten Mottos „effizient zum Ziel“ rudern, der in diesem Fall den dritten Platz bedeutete.

Das große Finale war ein Wettstreit zwischen zwei schwäbischen Urgesteinen in der Firmenlandschaft: Bosch gegen Kärcher! Die Jungs von Kärcher hatten sich gemäß ihrer Hauptproduktlinie, dem Hochdruckreiniger, den Namen „High Pressure“ gegeben. Und tatsächlich war der Druck am Blatt so hoch, den die „High Pressure“-Männer entwickelten, dass sie den schwäbischen Konkurrenten, die „Materialschlachter“, mit dem Sicherheitsabstand einer Bootslänge in Schach halten konnten. Schon am Start konnten sich Hochdruckathleten absetzen, und das, obwohl doch eigentlich die Firma Bosch mit ihren Zündkerzen für einwandfreie Starts zuständig gewesen wäre.

Gegen 19.40 Uhr am Ende eines langen Regattatages konnte dann nach der Siegerehrung der Top-Platzierten zum Dauerfeiern übergegangen werden. Bei heißer Musik eroberten nun die High-Pressure-Dancers den Bootsplatz und gaben ihn lange nicht mehr her.

Die Legendenbildung von dieser langen Sommerfestnacht dauert noch an und es werden noch viele Geschichten am Kamin erzählt werden von diesem Tag, als der Kanal rief und seine Helden für 2011 hervorbrachte!

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