Artikel in der Canstatter Zeitung (15.04.2013) über den Stuttgarter Stadtachter (von Ben Voss)

Zehnter Sieg in Folge für die „Blauen“

Bad Cannstatt – Es blieb alles beim Alten: Auch in der nunmehr 27. Auflage der jährlichen Regatta, dem „Stuttgarter Stadtachter“, holte sich die Stuttgarter Rudergesellschaft (RG) aus Untertürkheim gestern den Sieg und konnte dadurch bereits zum zehnten Mal in Folge die „Cannstatter Kanne“ gewinnen. Der Stuttgart-Cannstatter Ruderclub unterlag dabei denkbar knapp.

Bei herrlichen Temperaturen von über 20 Grad trafen sich die örtlichen Rudervereine zum „Stuttgarter Stadtachter“. Um 14 Uhr konnten alle Interessierten die spannenden Duelle der Frühjahrsregatta vom Bootshaus des Stuttgart-Cannstatter Ruderclubs (RC) aus verfolgen. Angetreten wurde in den Disziplinen Langstrecke (über 3200 Meter) und Sprint (über 400 Meter). Mit besonderer Spannung wurde natürlich wieder das Duell des Männer-Achters zwischen den „Roten“ des Stuttgart-Cannstatter Ruderclubs und den „Blauen“ der Stuttgarter Rudergesellschaft erwartet. Als Vorbild für den seit 1987 stattfinden Wettkampf zwischen den beiden Vereinen, die beide jeweils auf über 100 Jahre Tradition zurückblicken können, diente hier das bekannte englische „Boatrace Oxford vs Cambridge“. Dem Siegerteam winkte auch gestern die begehrte „Cannstatter Kanne“, einem Wanderpokal in Form einer alten metallenen Kanne.

Auf sie machten sich die Gastgeber vor dem Start noch große Hoffnungen, doch auch zum zehnten Mal in Folge gingen sie leer aus. Doch es gibt ein Licht am Ende des Horizonts: In einem spannenden Rennen konnten die Cannstatter Ruder den Abstand des vergangenen Jahres von ganzen sieben Sekunden auf nur noch 1,5 Sekunden verkürzen. Damit erhöhte sich dennoch die Gesamtsiegesbilanz der Blauen auf zwölf Siege, während die Roten erst fünf Erfolge feiern konnten.

Bei den Frauen holte den Sieg erwartungsgemäß der Heidelberger Ruderklub, der immerhin Deutscher Vize-Meister in der Sprintdistanz der Ruderbundesligasaison 2012 ist. Mit acht Sekunden Abstand mussten sich die Frauen der Stuttgarter Rudergesellschaft geschlagen geben. Bei den Junioren unter 19 Jahren errang mit einem Vorsprung von zehn Sekunden der Ulmer Ruderclub „Donau“ den Sieg über das Team Stuttgart, welches sich aus der Stuttgarter Rudergesellschaft und dem Cannstatter Ruderclub zusammensetzte und krankheitsbedingt zusätzlich von einem Ruderer aus Waiblingen unterstützt wurde. Im Sprint hingegen mussten sich zwei Mal die Langstreckengewinner geschlagen geben: Während sich bei den Frauen auch auf der Kurzdistanz die Heidelberger den Sieg holten, konnten die Junioren des Team Stuttgarts und die Männer des Stuttgart-Cannstatter RCs hier eine Revanche erzielen. Als Novum fand dieses Jahr zusätzlich auch ein „Firmen-Fun-Cup“ statt. In Teams von jeweils vier Ruderern traten ausschließlich Amateure verschiedener Stuttgarter Firmen, die zuvor lediglich drei Mal trainierten, im Sprint gegeneinander an. Im ersten Halbfinale hatten das Team Porsche 5 und das Team Techniker Krankenkasse 1 die Nase vorn und zogen somit ins Finale ein. Im zweiten Halbfinale konnte ebenfalls Porsche mit seinem zweiten Team den Sieg erringen und zog zusammen mit dem Team Uni ins Finale ein. Im Gesamtfinale konnten die schnellen Männer und Frauen von Porsche dann sogar einen Doppelsieg erkämpfen und verdrängten in der finalen Platzierung Team Uni auf Platz 3 und Team Techniker Krankenkasse auf Platz 4.

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